Projekte Industrie 4.0

Informationen zu unseren Forschungsprojekten,
die sich mit den Folgen der Digitalisierung für Arbeit befassen

Vernetzung und Interaktionsarbeit in Smarten Technischen Services

Technische Services, wie Reparatur- oder Wartungsarbeiten, sind durch eine enge Vernetzung und Interaktion zwischen Maschinen- und Anlagenbauern, Dienstleistern sowie Anwenderunternehmen gekennzeichnet. Diese verschiedenen Interaktionsschnittstellen sind im Zuge der digitalen Transformation mit neuartigen Arbeits- und Leistungserstellungs-prozessen konfrontiert:

Kunden dieser Dienstleistungen werden beispielsweise stärker in die „Ko-Produktion“ der Services eingebunden und „smarte“, also durch eine erhöhte Vernetzung und intensive Interaktion von Menschen geprägte technische Services, entstehen. Ein Beispiel hierfür sind Service-Apps, die zu einer interaktiven Mitarbeit von Kunden und somit zu neuartigen Abstimmungsprozessen bei der Anlageninstandhaltung führen können.

Das Ziel

Ziel des Forschungsprojekts VISITS ist es daher, das Schnittstellenmanagement für gute Interaktionsarbeit in Smarten Technischen Services inner- und zwischenbetrieblich neu zu analysieren, aktuelle Wirkmechanismen zu identifizieren und Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung zu erarbeiten. Anhand von drei betrieblichen Anwendungsszenarien wird dabei zwei übergeordneten Fragen nachgegangen: Wie können technische Hilfsmittel bei der Interaktionsarbeit in Technischen Services unterstützen und was für Gestaltungsregeln sind für gute Interaktionsarbeit notwendig?

Analyse und Strategien

Mit Hilfe der wechselseitig wirkenden sozio-technischen Dimensionen „Organisation“, „Technologie“ und „Mensch“ werden die Herausforderungen für Interaktionsarbeit kontinuierlich analysiert. Hierfür werden Anforderungsanalysen in Form von qualitativen Interviews, Workshops und Prozessaufnahmen durchgeführt. 

 

Daraus werden Strategien und Gestaltungsbedarfe der Betriebe abgeleitet, softwaretechnische Demonstratoren, wie beispielsweise eine Service-App, pilothaft entwickelt und im Praxiseinsatz erprobt. Deren Auswirkungen und Einflüsse auf die Interaktionsarbeit sind anschließend zu analysieren und evaluieren. Auf dieser Basis werden unter anderem ein Leitfaden, Bewertungskriterien für gute Interaktionsarbeit sowie Best-Practice-Fälle erarbeitet und auf der Projekt-Homepage frei zugänglich veröffentlicht.

Interaktion

Im Gesamtergebnis entsteht ein webbasiertes Vorgehensmodell zur Gestaltung von guter Interaktionsarbeit in technischen Services. In diesem Bereich wird dadurch deutschlandweit eine flächendeckende Erhöhung der Qualität von Dienstleistungen sowie der Technikakzeptanz bei Beschäftigten und Kunden innerhalb der Schnittstellen angestrebt. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen insgesamt ein projektübergreifendes Potenzial, das sowohl in weiteren betrieblichen Kontexten, wie beispielsweise in Logistik und Industrie, Anknüpfungspunkte darstellt, als auch in die Lehre integriert und verbreitet werden kann.

Förderung

Betreuung

Ansprechpartner/innen

Technische Universität Dortmund
Fakultät Sozialwissenschaften
Sozialforschungsstelle
Evinger Platz 17
44339 Dortmund


Prof. Dr. Jürgen Howaldt
Dr. Jörg Abel
Dr. Peter Ittermann
Dr. Tobias Wienzek


E-Mail: joerg.abel@tu-dortmund.de
E-Mail: peter.ittermann@tu-dortmund.de
E-Mail: tobias.wienzek@tu-dortmund.de

Koordination

Lehrstuhl für Unternehmenslogistik
Technische Universität Dortmund
Fakultät Maschinenbau
Leonhard-Euler-Straße 5
D-44227 Dortmund


Prof. Dr. Michael Henke
Dipl.-Päd. Sandra Kaczmarek
Hanna Middendorf

Telefon: +49 (0) 231 - 755 6171

E-Mail: kaczmarek@lfo.tu-dortmund.de
E-Mail: middendorf@lfo.tu-dortmund.de

Web: www.lfo.tu-dortmund.de